Was ist wirklich wichtig im Leben? Das fragt sich Nina, nachdem sie die dicke Wochenzeitung beiseite legt, in der sie gerade einen Artikel gelesen hat. Darin ging es um ein Paar, dass seinen Kindern und Enkeln nach 64 Ehejahren eröffnet, dass es sich nie geliebt habe. Es ging ihnen immer nur ums Durchhalten. Beide glaubten an das Eheversprechen. Bis das der Tod uns scheidet. So ein Gelöbnis bricht man nicht. Mitgehangen, mitgefangen.

Der Mann aus dem Artikel sagt zu seiner Enkelin: „Mir fielen als Erstes die Hände Deiner Großmutter auf. Sie waren klein, die Finger kräftig und die Nägel kurz geschnitten. Diese Frau kann zupacken, dachte ich. Und genau so eine wollte ich. Eine andere hätte ja gar nicht zu meinem Leben gepasst.“ Nachdem er einen Unfall hatte, blieb die Großmutter aus Mitleid und Pflichtbewusstsein bei ihm. Zusammengepasst haben sie jedoch nie. Der Hochzeitstag war schrecklich. Und dennoch waren die beiden nicht unglücklich. Das Paar hatte sich aneinander gewöhnt. Sie waren dankbar für ihre Kinder und Enkelkinder. Und sie wurden zu Gefährten.

Nina bekommt diese Worte nicht aus dem Kopf. Man heiratet doch, weil man sich liebt. Weil man Schmetterlinge im Bauch hat, wenn man an den anderen denkt. Weil das Herz klopft und die Hände feucht werden, wenn man ihn sieht. Weil man sich ein Leben ohne den anderen nicht mehr vorstellen kann. Und nicht aus Pragmatismus und Pflichtgefühl! Oder hat sie ein falsches Bild von der Ehe?

Liebe als Fundament

In guten und in schlechten Zeiten, in Krankheit und Gesundheit – auch Nina weiß, dass eine Ehe nicht nur eitel Sonnenschein ist. Auch zwischen Liebenden gibt es Aufs und Abs. Doch als Paar trotzt man doch gerade jedem noch so großen Sturm, gerade weil das Fundament stimmt. Das Fundament Liebe. Wie kann denn so ein Konstrukt Ehe ohne dieses Fundament überhaupt funktionieren? Und wie kann man so ein Leben leben? Ist Liebe nicht das wichtigste im Leben?

Nina fragt sich, ob sie naiv und heillos romantisch sei? Es ist bewundernswert, dass sich 2 Menschen an ihr Versprechen halten. Aber irgendwie ist es auch traurig. Denn den Worten der beiden entnimmt sie zwar, dass sie kein schlechtes Leben hatten. Aber eben auch kein richtig glückliches. Liebe und Glück – danach streben wir doch alle. Und ohne Glück gibt es keine Liebe und ohne Liebe eben auch kein Glück. Jedenfalls keines, das man als vollkommen ansehen kann. Denn am Ende wollen wir doch alle lieben und geliebt werden.

Jeder Mensch ist anders. Der eine schafft es, ein Leben lang für eine Ehe zu kämpfen, die nicht auf Liebe basiert. Der andere kämpft vielleicht ein Leben lang um eine Liebe, die auf keiner Ehe basiert. Wieder andere haben vielleicht gar keine Lust je zu kämpfen. Sie wollen einfach nur lieben und wenn die Liebe erlischt, suchen sie sich eine neue.

Egal zu welcher Gruppe von Mensch Du gehörst, das wichtigste ist, dass Du glücklich bist. Das Paar aus der Zeitung hat ein Leben lang gekämpft. Weniger willensstarke Menschen hätten längst aufgegeben. Doch die beiden hatten sich etwas versprochen. Aufgeben war keine Option. Auch wegen der Kinder. Sie sagen, dass sie nicht unglücklich waren. Was sie aber auch nicht sagen: Wir waren glücklich. Das ist ein Unterschied. Nina denkt, dass sie aber genau das am Ende ihres Lebens sagen will. ICH WAR GLÜCKLICH. Das ist es, was ihr wirklich wichtig im Leben ist.

Was möchtest Du am Ende Deines Lebens sagen? Sollte Dir noch etwas zu Deinem Glück fehlen, dann probiere doch mal das my better life™ Programm aus. Im Bereich Beziehungen hat unsere Expertin Katia Saalfrank zahlreiche Tipps und Anregungen für Dich, um glücklicher zu werden.

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